Zivilgesellschaftliches Engagement gefragt
Heiligenhof beteiligt sich an polnischer Hochwasserhilfe
„Wir müssen helfen!“ war die spontane Reaktion von Steffen Hörtler, Geschäftsführer der Bildungsstätte und Jugendherberge „Der Heiligenhof“ in Bad Kissingen. Anfang Juli erreichte den Heiligenhof eine Rundmail aus Potsdam vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW) mit einem Hilfeaufruf. Der Heiligenhof nahm im August 2010 über 100 Kinder und Jugendliche auf. Mit rund einem dutzend Artikel innerhalb kurzer Zeit zollte die Bad Kissinger Presse der Kampagne Hochwasserhilfe ihren Respekt. Zur Rubrik Presse
| Danke, Bad Kissingen! |
| Reaktionen auf unseren Spendenaufruf: |
| Die Minigolfanlage in Bad Bocklet, Herr Trümbach, lädt zu kostenlosem Spiel ein |
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| GS Extra Touren bietet ein
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![]() Der Kreisjugendring organisiert ein großes THW-Zelt |
![]() KIDRO e.V. - Zelt Auf- und Abbau (siehe Artikel...) |
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Kurpension Trümbach, Annette Limpert, Bad Bocklet: 100 x "Ein Eis bitte!" |
| Kerstin Röder: "Ferienspaß für Kinder mit Land-art: Sinnesförderung und Sinneswahrnehmung" Begleitete Wanderung zum Klaushof |
Mineralwasser |
| Café Ruine Aura, Inh. Johanna Büttner: Begleitete Wanderung mit anschließender Bewirtung ![]() |
Getränke |
Feuerwehr Bad Kissingen - Führungen |
| privat: Frau Wolf aus Bad Brückenau bietet Spielzeug und T-shirts an |
| Christin Schmidt, Marktleitung:
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![]() Kurt Schreiner, stellv. Geschäftsführer: Lebensmittel |
| Jens Schmieder, Geschäftsführer der OMV-Tankstelle Bad Kissingen-Garitz 100 Euro, viele Stofftiere |
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![]() Spendenkonto 20404, BLZ 793 510 10 |
| privat: Frau Irene Panek aus Winkels spricht polnisch Frau Brigitte Ludwig, offizielle Gästeführerin
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| privat: Herr Nagel aus Bad Kissingen backt 20x Pizza!
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| VEZ e.V. in der Oberpfalz spendet 200,00 Euro
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| Johannes Messerschmitt, Architektur Dipl.Ing.(TU), Bad Kissingen
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| Pfarrer Wolfgang Ott überreicht Sonntags-Türkollekte
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| privat: Spende anonym in Umschlag: 100,00 Euro
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| Hanni Katzenberger aus Garitz spendet Kleidung
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| Christine Apel aus Arnshausen stiftet Kleidung und Stofftiere
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| Angelika Aschbauer, die Inhaberin des Fleischgroßhandel Danzer
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Viele polnische Familien verloren im Mai dieses Jahres ihr Hab und Gut, als eine Hochwasserkatastrophe biblischen Ausmaßes unser Nachbarland überrollte. Auch Schulen, Jugendeinrichtungen und Freizeitunterkünfte mussten schließen. In der Folge wurde und wird auf allen Ebenen Hilfe benötigt. Medienberichten zu Folge belaufen sich die Schäden in den Hochwassergebieten auf weit über 2,5 Milliarden Euro.
Um Kindern und Jugendlichen einige Ferientage zu ermöglichen, kamen im August 2010 drei Gruppen aus betroffenen Gemeinden in Südpolen nach Bad Kissingen.
Paweł Zabielny aus Bobowa begleitete 17 Jugendliche vom 16.-26. August. In einer E-Mail vor Reisebeginn drückte er seinen Dank aus, dass Sie die 900 Kilometer weite Reise in die Rhön antreten können und mit dem Heiligenhof ein Ziel gefunden haben, das die Gruppe beherbergt. Eine weitere Gruppe aus Słubice blieb sogar 14 Tage in Bad Kissingen.
Bildungsreferent Stefan János Wágner koordinierte die Gruppen. Die größte der Gruppen umfasste 40 Jugendliche. Zabielny schreibt „Wir machen gerne Wanderungen, wir basteln, singen, kochen. Uns steht auch unser Bus zur Verfügung“. Wágner stellte ein Programm zusammen. Für unbeschwerte Ferien in der Saalestadt.
Der Heiligenhof sponserte in großem Umfang die Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Davon profitierte auch die deutsch-polnische Jugendbegegnung, die am 8. August begann. Jugendliche aus Oberglogau in Oberschlesien waren bereits im vergangenen Jahr auf dem Heiligenhof zu Gast. Die Leiterin der Gruppe, Adela Pawelcyk, schrieb im Frühjahr verzweifelt, auch ihre Stadt sei vom Hochwasser betroffen.
„Nun sind wir auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen“,
argumentierte Hörtler, der hiermit ausdrücklich Privatpersonen, Vereine und Firmen ansprach:
"Wer polnisch spricht, was jedoch nicht mal Voraussetzung ist, denn die Betreuer der Gruppen sprechen deutsch, und die Jugendlichen durch die Stadt führen möchte oder bei einem Ausflug nach Würzburg begleiten will, darf sich eingeladen fühlen, sich auf dem Heiligenhof zu melden.
Findet sich ein Restaurant oder Café, dass die Jugendlichen kostenfrei mit einem Getränk oder Eis bewirtet?
Gibt es Läden, die kleine Mitbringsel für daheimgebliebene Geschwisterkinder stiften, z.B. Stofftiere, Bälle etc.?
Welche Jugendgruppe möchte eine Party organisieren, stellt eine Musikanlage zur Verfügung und lässt einen DJ auflegen? Einige der polnischen Jugendlichen sprechen auch deutsch, allemal englisch. Somit können auch Bad Kissinger Jugendliche neue Kontakte ins Nachbarland knüpfen."
Jede erdenkliche Mithilfe bei der Programmgestaltung war uns willkommen,
äußerte Wágner gegenüber der Saale-Zeitung.
Der Liedermacher Norbert Krause aus Mönchengladbach hatte sich spontan angeboten, am Dienstag, den 10. August 2010 um 19:30 Uhr bei einem Liederabend aufzuspielen.
Günter Schmidt, Vorsitzender des Kreisjugendrings Bad Kissingen und Geschäftsführer Martin Pfeuffer hatten sich kurzfristig bereit erklärt, in der zweiten Augusthälfte ein Zeltlager mit Feldbetten auf dem weitläufigen Gelände des Heiligenhofs zu errichten. „Wir haben Schlafsäcke aufgetrieben“, strahlt Hörtler, „so kommt für die Jugendlichen sogar Zeltlagerromantik auf.
Der Bad Kissinger Verein KIDRO e.V. unter der Leitung der 1.
Vorsitzenden Eva Matthies stand mit Tatkraft zur Seite: Streetworker Albert Köpplin (rechts im Bild) kam am 6.08.2010 mit sechs Helfern aus dem KIP-Projekt (Kissinger Integrationsprojekt) zum Heiligenhof, um das große THW-Zelt aufzubauen.
Die Sparkasse Bad Kissingen hatte ein Sonderkonto eingerichtet, auf dem kleine und größere Spenden gesammelt wurden. Jeder Euro zählte, um beispielsweise Eintritte finanzieren zu können und Diesel für die polnischen Reisebusse, damit Tagesfahrten in die Region unternommen werden konnten.
Gunter Sauer, Geschäftsführer und Kurdirektor der Bayerischen Staatsbad Bad Kissingen GmbH hatte seine Unterstützung angeboten, zeigte sich Hörtler erfreut.
Der beauftragte für humanitäre Hilfe, Ulrich Feldmann von der Bezirksgruppe Unterfranken im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V., lobte das Engagement Hörtlers: „Zivilgesellschaftliches Engagement in Wort und Tat – das ist es, was wir brauchen!“ Feldmann hat sich vielfach mit den unterfränkischen Reservisten bei humanitären Hilfseinsätzen in Ländern Osteuropas eingesetzt und weiß, wovon er spricht.
Ähnlich erfreut über das Engagement des Heiligenhofs äußerte sich der Vorsitzende der Europa-Union, Kreisverband Bad Kissingen e.V. Dr. Michael Peter. Er pflegt seit vielen Jahren enge Kontakte u.a. nach Polen. Peter hatte bereits in der Vergangenheit häufig Vorträge für osteuropäische Gäste in der Bildungsstätte in der Alte Euerdorfer Straße gehalten und die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements herausgestellt, um ein gelingendes Zusammenwachsen auch auf ideeller Ebene mit unseren Nachbarn in Europa zu fördern.
100 Kinder haben Durst! Die Staatliche Mineralbrunnen AG in Bad Brückenau stellt einen Teil der benötigten Getränke zur Verfügung, bestätigte Michaela Fischer, eine Mitarbeiterin des Unternehmens und bot an, dass im Rahmen des Programms auch Führungen durch den
Produktionsablauf möglich seien. Den Transport und eine weitere Marge nichtalkoholischer Getränke übernahm die Hochstiftliche Brauhaus in Bayern GmbH & Co. KG in Motten, besser bekannt unter dem Namen Will-Bräu, bestätigte Dietmar Werner, der dem Unternehmen Hochwasserhilfe viel Erfolg wünschte.
Angelika Aschbauer, die Inhaberin des Fleischgroßhandel Danzer in Eltingshausen, spendierte kurzentschlossen Bratwürste für Grillabende.
Die Bad Kissinger Tafel, sagte die Vorsitzende Iris Hönig zu, würde sich mit Lebensmittelspenden beteiligen. Die Hilfe war letztendlich überragend.
Barbara Drosd-Tessari schrieb am 6.08.2010 in einer E-Mail an Wágner: "Den Bericht in der Tageszeitung habe ich gelesen und ich würde gerne mit den Jugendlichen und auch Erwachsenen in meinem Tanzstudio einen Tanzkurs verbunden mit einem Disco-Abend durchführen. Für einen kühlen Drink ist natürlich auch gesorgt."
Stadtbrandinspektor Harald Albert und Standbrandmeister Michael Wolf luden in die Bad Kissinger Feuerwache ein. Feuerwehrmann Dominik Billmann hatte eine Führung angeboten, die es in sich hatte. Aktion war gefragt - ein Erlebnis für Große und Kleine.
„Die Hilfsbereitschaft ist groß“, äußerte Wágner, „doch müssen wir ein Programm für zwei Wochen Ferienfreizeit auf die Beine stellen. Insofern darf sich jeder im Landkreis und der Stadt angesprochen fühlen.“ Das war zu Beginn der Kampagne. Am Ende hatten sich 32 Rückmeldungen angehäuft. Damit lies sich arbeiten...
Małgorzata Gajda vom Referat Außerschulischer Jugendaustausch des DPJW in Potsdam lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Heiligenhof. „Für die Hochwasserhilfe wird der Verwaltungsaufwand sehr niedrig gehalten und die Bewilligung von Förderungen, z.B. für die Fahrtkosten der polnischen Gruppen nach und von Bad Kissingen, verläuft sehr unproblematisch“ lobte Wágner die Arbeit des Deutsch-Polnischen Jugendwerks.
Das Spendenkonto „Hochwasserhilfe“ lautet(e) 31062656, BLZ 793 510 10 bei der Sparkasse Bad Kissingen.
Stefan János Wágner steht auch weiterhin unter dem Stichwort „Hochwasserhilfe“ für Rückfragen zur Verfügung. Tel.: (0971) 7147-0, E-Mail: bildungsreferent@heiligenhof.de, Internet: www.heiligenhof.de
Zivilgesellschaftliches Engagement gefragt
Heiligenhof beteiligt sich an polnischer Hochwasserhilfe
„Wir müssen helfen!“ war die spontane Reaktion von Steffen Hörtler, Geschäftsführer der Bildungsstätte und Jugendherberge „Der Heiligenhof“ in Bad Kissingen. Anfang Juli erreichte den Heiligenhof eine Rundmail aus Potsdam vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk (DPJW) mit einem Hilfeaufruf. Der Heiligenhof nimmt im August über 100 Kinder und Jugendliche auf.
Viele polnische Familien verloren im Mai dieses Jahres ihr Hab und Gut, als eine Hochwasserkatastrophe biblischen Ausmaßes unser Nachbarland überrollte. Auch Schulen, Jugendeinrichtungen und Freizeitunterkünfte mussten schließen. In der Folge wurde und wird auf allen Ebenen Hilfe benötigt. Medienberichten zu Folge belaufen sich die Schäden in den Hochwassergebieten auf weit über 2,5 Milliarden Euro.
Um Kindern und Jugendlichen einige Ferientage zu ermöglichen, kommen nun im August drei Gruppen aus betroffenen Gemeinden in Südpolen nach Bad Kissingen.
Magdalena und Paweł Zabielny aus Bobowa begleiten 17 Jugendliche vom 16.-26. August. In einer E-Mail drücken Sie Ihren Dank aus, dass Sie die 900 Kilometer weite Reise in die Rhön antreten können und mit dem Heiligenhof ein Ziel gefunden haben, das die Gruppe beherbergt. Eine weitere Gruppe aus Słubice bleibt sogar 14 Tage in Bad Kissingen.
Bildungsreferent Stefan János Wágner koordiniert die Gruppen. Die größte der Gruppen umfasst 40 Jugendliche. Zabielny schreibt „Wir machen gerne Wanderungen, wir basteln, singen, kochen. Uns steht auch unser Bus zur Verfügung“. Wágner ist nun bemüht, ein Programm zusammenzustellen. Für unbeschwerte Ferien in der Saalestadt.
Der Heiligenhof sponsert in großem Umfang die Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Davon profitiert auch die deutsch-polnische Jugendbegegnung, die am 8. August beginnt. Jugendliche aus Oberglogau waren bereits im vergangenen Jahr auf dem Heiligenhof zu Gast. Die Leiterin der Gruppe, Adela Pawelcyk, schrieb im April verzweifelt, auch ihre Stadt sei vom Hochwasser betroffen.
„Nun sind wir auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen“, argumentiert Hörtler, der hiermit ausdrücklich Privatpersonen, Vereine und Firmen anspricht.
Wer polnisch spricht, was jedoch nicht mal Voraussetzung ist, denn die Betreuer der Gruppen sprechen deutsch, und die Jugendlichen durch die Stadt führen möchte oder bei einem Ausflug nach Würzburg begleiten will, darf sich eingeladen fühlen, sich auf dem Heiligenhof zu melden.
Findet sich ein Restaurant oder Café, dass die Jugendlichen kostenfrei mit einem Getränk oder Eis bewirtet?
Gibt es Läden, die kleine Mitbringsel für daheimgebliebene Geschwisterkinder stiften, z.B. Stofftiere, Bälle etc.?
Welche Jugendgruppe möchte eine Party organisieren, stellt eine Musikanlage zur Verfügung und lässt einen DJ auflegen? Einige der polnischen Jugendlichen sprechen auch deutsch, allemal englisch. Somit können auch Bad Kissinger Jugendliche neue Kontakte ins Nachbarland knüpfen.
Jede erdenkliche Mithilfe bei der Programmgestaltung ist uns willkommen, äußert Wágner gegenüber der Redaktion.
Der Liedermacher Norbert Krause aus Mönchengladbach hat sich spontan angeboten, am Dienstag, den 10. August 2010 um 19:30 Uhr bei einem Liederabend aufzuspielen. Hierzu ist auch die Bad Kissinger Öffentlichkeit in den großen Saal des Heiligenhofs eingeladen, freut sich Wágner.
Günter Schmidt, Vorsitzender des Kreisjugendrings Bad Kissingen und Geschäftsführer Martin Pfeuffer haben sich kurzfristig bereit erklärt, in der zweiten Augusthälfte ein Zeltlager mit Feldbetten auf dem weitläufigen Gelände des Heiligenhofs zu errichten. „Wir haben 40 Schlafsäcke aufgetrieben“, strahlt Hörtler, „so kommt für die Jugendlichen sogar Zeltlagerromantik auf. Es wird auch ein kleines Tournier geben. Vielleicht meldet sich ein örtlicher Fußballverein zu einem Länderspiel Deutschland – Polen?
Die Sparkasse Bad Kissingen hat ein Sonderkonto eingerichtet, auf dem kleine und größere Spenden gesammelt werden. Jeder Euro zählt, um beispielsweise Eintritte finanzieren zu können und Diesel für die polnischen Reisebusse, damit Tagesfahrten in die Region unternommen werden können.
Gunter Sauer, Geschäftsführer und Kurdirektor der Bayerischen Staatsbad Bad Kissingen GmbH hat bereits seine Unterstützung angeboten, zeigt sich Hörtler erfreut.
Der beauftragte für humanitäre Hilfe, Ulrich Feldmann von der Bezirksgruppe Unterfranken im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V., lobt das Engagement Hörtlers: „Zivilgesellschaftliches Engagement in Wort und Tat – das ist es, was wir brauchen!“ Feldmann hat sich vielfach mit den unterfränkischen Reservisten bei humanitären Hilfseinsätzen in Ländern Osteuropas eingesetzt und weiß, wovon er spricht.
Ähnlich erfreut über das Engagement des Heiligenhofs äußerte sich der Vorsitzende der Europa-Union, Kreisverband Bad Kissingen e.V. Dr. Michael Peter. Er pflegt seit vielen Jahren enge Kontakte u.a. nach Polen. Peter hatte bereits in der Vergangenheit häufig Vorträge für osteuropäische Gäste in der Bildungsstätte in der Alte Euerdorfer Straße gehalten und die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements herausgestellt, um ein gelingendes Zusammenwachsen auch auf ideeller Ebene mit unseren Nachbarn in Europa zu fördern.
100 Kinder haben Durst! Die Staatliche Mineralbrunnen AG in Bad Brückenau stellt einen Teil der benötigten Getränke zur Verfügung, bestätigt Michaela Fischer, eine Mitarbeiterin des Unternehmens und bot an, dass im Rahmen des Programms auch Führungen durch den Produktionsablauf möglich seien. Den Transport und eine weitere Marge nichtalkoholischer Getränke übernimmt die Hochstiftliche Brauhaus in Bayern GmbH & Co. KG in Motten, besser bekannt unter dem Namen Will-Bräu, bestätigt Dietmar Werner, der dem Unternehmen Hochwasserhilfe viel Erfolg wünscht.
„Die Hilfsbereitschaft ist groß“, äußert Wágner, „doch müssen wir ein Programm für zwei Wochen Ferienfreizeit auf die Beine stellen. Insofern darf sich jeder im Landkreis und der Stadt angesprochen fühlen.“
Małgorzata Gajda vom Referat Außerschulischer Jugendaustausch des DPJW in Potsdam lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Heiligenhof. „Für die Hochwasserhilfe wird der Verwaltungsaufwand sehr niedrig gehalten und die Bewilligung von Förderungen, z.B. für die Fahrtkosten der polnischen Gruppen nach und von Bad Kissingen, verläuft sehr unproblematisch“ lobt Wágner die Arbeit des Deutsch-Polnischen Jugendwerks.
Spender und Sponsoren werden auf Wunsch auf der Internetseite des Heiligenhofs benannt. Spendenquittungen werden auf Nachfrage gerne ausgestellt.
Das Spendenkonto „Hochwasserhilfe“ lautet 31062656, BLZ 793 510 10 bei der Sparkasse Bad Kissingen.
Stefan János Wágner steht unter dem Stichwort „Hochwasserhilfe“ für Rückfragen zur Verfügung. Tel.: (0971) 7147-0, E-Mail: bildungsreferent(at)heiligenhof.de, Internet: www.heiligenhof.de
Deutsch-Polnische Jugendbegegnung "Wir machen uns auf die Reise..."
Vom 8.-15. August 2010 kamen 37 Jugendliche zu einer Ferienfreizeit auf den Heiligenhof. Viele von Ihnen stammen aus dem Kreis Oppeln (Opolskie) in Oberschlesien. Der Verband Schlesischer Landfrauen unter der Leitung von Adela Pawelczyk hatte die Jugendlichen im Alter von 12-17Jahren ausgewählt. und angemeldet. Die Kreisstadt Oberglogau (polnisch: Glogowek) und weite Teile des Landstrichs standen bei der Hochwasserkatastrophe unter Wasser. Näheres dazu berichtete die Mainpost in einem Artikel am 14.08.2010 unter der Überschrift "Spaß für polnische Jugendliche".
Im Rahmen der Beteiligung der Bildungsstätte "Der Heiligenhof" an der Hochwasserhilfe des Deutsch-Polnischen Jugendwerks (DPJW) erwarteten die Bad Kissinger zwei weitere polnische Jugendgruppen in ihrer Stadt. Nicht nur die Oberglogauer profitierten mit ihrem Programm "Wir machen uns auf die Reise..." von der Hilfsbereitschaft der Bad Kissinger Bevölkerung. Auf einem Flipchart, dass hier im Foto abgebildet ist, wurden die einzelnen Angebote abgebildet. Insgesamt erlebten die Jugendlichen sehr abwechslungsreiche Tage. Am Samstag, den 14.08. beispielsweise lud die Feuerwehr Bad Kissingen zu einer Besichtigung ein (s. Foto). Alle Gäste des Hauses, z.B. die zeitgleich tagende Kabarettakademie und Sudetendeutsche aus Wellnitz, wurden durch ausgehängte Zeitungsartikel zum Thema Hochwasserhilfe und die Förderung dieser Jugendbegegnung durch das DPJW informiert.
Am Sonntag, den 15. August reiste die Jugendgruppe nach einem Gottesdienstbesuch in der katholischen Kirchengemeinde Herz-Jesu weiter nach Hohenberg an der Eger, wo das Programm fortgeführt wird. In Annaberg/Polen endet die zweiwöchige Jugendbegegnung.
Der Zelebrant, Pfarrer im Ruhestand Heinrich Mitka, selbst aus Schlesien stammend, begüßte zu Beginn der Heiligen Messe die Jugendlichen und die beiden polnischen Betreuerinnen Irena Kucharzak und Wiktoria Pawliczek aus Schlesien in polnischer Sprache. Der Gemeinde zugewandt erzählte er, dass er vor 50 Jahren als Jugendlicher mit Freunden in Oberglogau Fußball gespielt hatte und zeigte sich sichtlich erfreut über den Gottesdienst der Jugendgruppe.
Im übrigen sprachen alle Jugendlichen polnisch, so war die Verständigung untereinander kein Problem. Alle in Deutschland lebenden Jugendlichen haben polnische Wurzeln. Für sie war die Begegnung eine gute Übung, die Sprache der Mütter und Väter zu sprechen.
Die Jugendlichen hatten eine wunderbare Zeit auf dem Heiligenhof verbracht, sprach die in Heilbronn lebende Maria Kruschyna für die Gruppe. Innerhalb kurzer Zeit nach der Ankunft "fand" sich die Gruppe, die schnell eine eigene, angenehme Gruppendynamik entwickelt hatte. Die Zusammenarbeit unter den beiden polnischen Betreuerinnen, der tschechischen Praktikantin Veronika Andrlova und dem Leiter der Maßnahme Stefan János Wágner war vorbildlich. In Hohenberg fand ein Stabwechsel statt in der Leitung, denn hier übernahm Burgleiter Matthias Schröder und seine Mitarbeiterin Sabine Schläger die Gruppe. Auch in Hohenberg sind zeitgleich weitere polnische Gäste zu Gast - im Rahmen der Hochwasserhilfe des Deutsch-Polnischen Jugendwerks - Mehr...



























