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Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk e.V.

Im Jahr 1952 wurde das „Sudetendeutsche Sozialwerk“ (SSW) gegründet, um die durch die Vertreibung aus ihrer Heimat in Not geratenen Landsleute zu betreuen. Mit dem Erwerb der Liegenschaft  „Der Heiligenhof“ in Bad Kissingen -  im wesentlichen aus Mitteln der „Norwegischen Flüchtlingshilfe“ – im Jahr 1952 und ihrer Umgestaltung zu einer „Sudetendeutschen Heimstätte europäischer Jugend“ rückten die Bildungsarbeit für die Sudetendeutsche Jugend und die Begegnungen mit den im Exil lebenden Angehörigen der jungen Generation von Tschechen und Slowaken, aber auch anderer europäischer Minderheiten, zunehmend in den Mittelpunkt.

Informationen über die sudetendeutsch-tschechische geschichtliche Entwicklung, Förderung des freiheitlich-demokratischen Denkens von  Jugendleitern der Sudetendeutschen und der anderen Vertriebenengruppen in der Bundesrepublik Deutschland, Begegnungen und intensive Diskussionen der nachwachsenden Akademikerschicht der sudetendeutschen Volksgruppe prägten zunehmend den Charakter des Heiligenhofes. 1955 übernahm das SSBW auch die im Eigentum des Freistaats Bayern befindliche Burg Hohenberg an der Eger und baute sie als „Landeswarte der Sudetendeutschen“ zu einer Grenzland-Bildungsstätte aus.

Die Schwerpunktverlagerung in der Arbeit des SSW von der sozialen Betreuung  zu einer  Bildungseinrichtung führte 1995 zur Umbenennung in „Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk e.V.“ (SSBW e.V.). Es folgten eine Öffnung der Seminarmaßnahmen und Freizeiten für andere deutsche und europäische Vertriebenen- und Minderheitengruppen sowie – ermöglicht durch den Fall der Systemgrenzen im Jahr 1989 – eine engere Kooperation mit vielen Partnern in Ostmitteleuropa, vor allem in der Tschechischen Republik.

Zur Jahreswende 2006/2007 übertrug die Mitgliederversammlung des SSBW e.V. das gesamte Eigentum des Vereins samt aller bestehenden Verträge und Verpflichtungen auf die Stiftung „Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk“ (Stiftung SSBW), um die Einrichtung für die Zukunft zu sichern.

Das Satzungsziel des SSBW e.V. bleibt es, „sich in der offenen und geschlossenen freien Wohlfahrtspflege, insbesondere der Jugend, der Familie, den alten Menschen, sowie der landsmannschaftlichen Gemeinschaft der Heimatvertriebenen (zu) widmen und ihre gemeinsamen Interessen in sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht (zu) fördern“ sowie „zu diesem Zweck Mittel für die steuerbegünstigten Zwecke der Stiftung ‚Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk’ mit dem Sitz in Bad Kissingen zu beschaffen und an diese weiterzuleiten“.

Aufgrund der Förderung mildtätiger Zwecke ist die Stiftung nach dem letzten zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes Schweinfurt für Körperschaften STNR 186/71069 vom 22.03.2001 für das Jahr 1999 nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftssteuergesetzes von der Körperschaftssteuer befreit.

Der SSBW e.V. führt weiterhin musische und andere kulturelle Werkwochen, Seniorenfreizeiten, Wanderwochen und andere Veranstaltungen vorrangig für Angehörige der sudetendeutschen Volksgruppe durch.

In diesen PDF-Dateien finden Sie die Satzung des SSBW e.V. und Informationen zum Vorstand:

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SatzungSSBWe.V.pdf

Bundesvorstand-SSBWe.V.pdf

Flyer-SSBWe.V.pdf

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