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Heiligenhofbrief

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Der Heiligenhofbrief erscheint einmal jährlich kurz nach Weihnachten. Neben unserer Internetseite wendet sich der Heiligenhofbrief insbesondere an Freunde und Förderer unserer Bildungsstätten Der Heiligenhof und Burg Hohenberg, um über die Aktivitäten der Stiftung Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk, über Neuigkeiten, Personalinformationen, Veränderungen etc. zu informieren.

 

Stiftungsratsitzung des Sudetendeutschen Sozial- und Bildungswerkes

Am Samstag, den 17. Januar 2015, fand sich der Stiftungsrat des Sudetendeutschen Sozial- und Bildungswerkes zu seiner konstituierenden Sitzung am Heiligenhof in Bad Kissingen ein.
Der Vorstand und die Stiftungsratsvorsitzenden wurden in ihren Ämtern bestätigt. Mit Dr. Ortfried Kotzian und Robert Leiter wurden aber zwei neue Mitglieder in den Stiftungsrat entsandt. Der Vorsitzende des Stiftungsrats Hans Knapek würdigte in seiner Ansprache zum Beginn der Sitzung die Verdienste der ausgeschiedenen Mitglieder des Stiftungsrats Alexander Klein und Horst Löffler. Er unterstrich die wichtige und erfolgreiche Arbeit der Stiftung SSBW sowohl im Hinblick auf den Bildungsauftrag dieser sudetendeutschen Einrichtung als auch in Anbetracht ihres ökonomisch insgesamt positiven Wirkens, vor allem durch die Rekord-Übernachtungszahlen auf dem Heiligenhof und trotz der unabwendbaren Verluste im Betrieb der Burg Hohenberg.

Stiftungsrat und Vorstand der Stiftung Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk auf dem Heiligenhof (v. l.): Peter Hucker (Stiftungsrat), Siegbert Ortmann (Stiftungsrat), Dr. Ortfried Kotzian (Stiftungsrat), Robert Leiter (Stiftungsrat), Hans Knapek (Vorsitzender Stiftungsrat), Utta Ott (Stiftungsrat), Steffen Hörtler (Geschäftsführer), Oberbürgermeister Kay Blankenburg (Stiftungsrat), Dr. Horst Kühnel (Stellvertretender Vorsitzender Stiftungsrat), Peter Sliwka (Schatzmeister), Reinfried Vogler (Stellvertretender Vorstands-Vorsitzender), Dr. Günter Reichert (Vorstands-Vorsitzender)

Hier geht's zum Pressebericht:

Pressebericht_Stiftungsratsitzung.jpg

Pressebericht_Stiftungsratsitzung.pdf



Prospekte

Flyer_Stiftung_SSBW.pdf

Flyer_Heiligenhof.pdf


Leitbild der SSBW

Kontakt zur Stiftung

Falls Sie Fragen haben zur Stiftung Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk freuen wir uns über Ihr Interesse. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf.



 

 
1. Grundsätzliches

Die Stiftung „Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk“ (Stiftung SSBW) wurde von dem Verein „Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk e. V.“ (SSBW e. V.) mit Wirkung vom 01. Januar 2007 eingerichtet. Die Anerkennung erfolgte durch die Regierung von Unterfranken, die auch die Stiftungsaufsicht wahrnimmt. Seitens des SSBW e. V. wurden das vollständige Eigentum, insbesondere die Liegenschaft „Der Heiligenhof“ in Bad Kissingen, alle Verträge (z. B. mit dem vollständigen Personal), die Bewirtschaftung der – im Besitz des Freistaats Bayern befindlichen – „Burg Hohenberg“ in Hohenberg an der Eger und nahezu alle Tätigkeiten in beiden Häusern an die Stiftung SSBW vertraglich übergeben. Ziel dieser Maßnahme war es, das Eigentum und das Wirken des SSBW dadurch für die Zukunft zu sichern, dass ein überschaubarer Kreis alle wichtigen Entscheidungen trifft, die Jahresrechnungen etc. beschließt und das zentrale Geschäftsgebaren nach den Richtlinien des Bayerischen Stiftungsgesetzes von der Stiftungsaufsicht kontrolliert wird.

Wichtigstes Organ der Stiftung SSBW ist der Stiftungsrat. Ihm gehören fünf Vertreter des SSBW e. V. sowie je eine Person an, die vom Freistaat Bayern, der Stadt Bad Kissingen, dem Bundesverband der Sudetendeutschen Landsmannschaft und der Akademie Mitteleuropa nominiert werden. Zur Zeit gehören dem Stiftungsrat an: Hans Knapek (SSBW e. V.) als Vorsitzender, Dr. Horst Kühnel (SSBW e. V.) als Stellvertretender Vorsitzender, Oberbürgermeister Kay Blankenburg (Stadt Bad Kissingen), Siegbert Ortmann (Sudetendeutsche Landsmannschaft, Bundesverband e. V.), Peter Hucker (SSBW e. V.), Horst Löffler (SSBW e. V.), Dr. Wolfgang Freytag (Freistaat Bayern), Alexander Klein (SSBW e. V.), Utta Ott (Akademie Mitteleuropa e. V.). Der Stiftungsrat wird vierteljährlich über die wirtschaftliche Entwicklung und über wichtige Investitionsmaßnahmen in den beiden Häusern „Der Heiligenhof“ und „Burg Hohenberg“ informiert; er beschließt die Wirtschaftspläne sowie die Jahresrechnungen und wählt den Vorstand der Stiftung SSBW.

Dem Vorstand der Stiftung SSBW gehören – nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden des SSBW e. V. und Gründungsvorsitzenden der Stiftung SSBW, Wolfgang Egerter – ab 01. Januar 2009 an: Dr. Günter Reichert als Vorsitzender, Reinfried Vogler als Stellvertretender Vorsitzender und Peter Sliwka als Schatzmeister.

Die Legislaturperiode für die jetzigen Mitglieder des Stiftungsrats und des Vorstands der Stiftung SSBW endet am 31. Dezember 2014.

Die Stiftung SSBW hat im Jahr 2008 einen Umsatz von ca. 1.300.000,00 € erwirtschaftet und beschäftigt zum 15. Februar 2009 insgesamt 21 Personen, davon – neben dem Geschäftsführer, dem Studienleiter und dem Bildungsreferenten, die für beide Häuser zuständig sind – 12 Personen in Bad Kissingen und 6 Personen auf der Burg Hohenberg. Da sie – anders als die Einrichtungen der Kirchen, Gewerkschaften oder der politischen Stiftungen – keine institutionellen Zuwendungen erhält, hängt ihre Wirtschaftlichkeit allein von der Belegung der beiden Häuser sowie von Spenden ab.


2. „Der Heiligenhof“ in Bad Kissingen

Die im Jahr 1952 vom damaligen „Sudetendeutschen Sozialwerk e. V.“ erworbene Immobilie „Der Heiligenhof“ in Bad Kissingen wurde in den Jahren 2000/2001 grundlegend saniert und durch einen Neubau mit modernen Zimmern und Seminarräumen ausgestattet. Diese Investition wurde durch großzügige Förderungen des Freistaats Bayern (ca. 500.000 €), der Bayerischen Landesstiftung (ca. 665.000 €) sowie durch Eigenmittel und Spenden (ca. 485.000 €) ermöglicht. Eine vom damaligen Vorstand nicht zu verantwortende finanzielle Schwierigkeit konnte mittels einer gewaltigen Solidaritäts-Spendenaktion in Höhe von insgesamt ca. 165.000 € bewältigt werden, an der sich vor allem viele sudetendeutsche Landsleute mit Spenden von je 1.000 € beteiligt haben.

Mit dem Umbau wurde die Einrichtung „Der Heiligenhof“ in die Lage versetzt, nicht nur die traditionellen Zielgruppen aus dem Bereich der Sudetendeutschen, der deutschen Heimatvertriebenen oder der europäischen Volksgruppen und Minder-heiten aufzunehmen. „Der Heiligenhof“ kann sich als moderne Beherbergungs- und Tagungsstätte den verschiedensten gehobenen Zielgruppen für Seminare, Tagungen etc. anbieten. Dass diese Überlegung richtig war, zeigt die Tatsache, dass „Der Heiligenhof“ in den Jahren 2007 und 2008 eine Belegung von 26.100 bzw. 27.200 Übernachtungen hatte, was eine Steigerung der Belegungszahlen von etwa 60 % gegenüber der Zeit vor dem Umbau darstellt. Dies ist vorrangig das Verdienst des dortigen Personals unter der Leitung des engagierten Geschäftsführers der Stiftung SSBW, Steffen Hörtler, und der erfolgreichen Tagungsarbeit des Studienleiters der Stiftung SSBW und der – mit den Bildungsstätten „Der Heiligenhof“ und „Burg Hohenberg“ eng verbundenen – Akademie Mitteleuropa, Gustav Binder.

Auf diese Weise konnte „Der Heiligenhof“ in den Jahren 2007 und 2008 einschließlich aller Zins- und Tilgungsleistungen ein positives Ergebnis erzielen.

Zur Jahreswende 2008/2009 konnten auf dem Heiligenhof – wiederum mit einer großzügigen Unterstützung durch den Freistaat Bayern in Höhe von 260.000 € – die Großküche saniert und im Gästehaus nach einer kompletten Auskernung alle Zimmer mit einem modernen Standard ausgebaut werden. Damit weist die Bildungs- und Begegnungsstätte „Der Heiligenhof“ derzeit eine Kapazität von 96 Betten für den Seminarbetrieb und 106 Betten im Jugendherbergstrakt auf.

Im November 2010 konnte nach halbjähriger Bauzeit der neue Multifunktionssaal eingeweiht werden. Der Saal bietet Platz für 120 Personen und ist mit moderner Technik ausgestattet, sodass er für Veranstaltungen aller Art genutzt werden kann. Die sehr gute Akkustik bietet nun auch Musik- und Gesangsvereinen einen Proberaum. Die restlichen Besucher des Hauses werden dadurch nicht tangiert.

Mit über 33.000 Übernachtungen im Jahr 2010 konnte der Heiligenhof ein überragendes Ergebnis erzielen. Das Team rund um Geschäftsführer und Kopf des Hauses Steffen Hörtler hat zu diesem Erfolg entscheidend beigetragen. Dafür erging ein besonderer Dank von Seiten des Vorstandes und des Stiftungsrates.


3. „Burg Hohenberg“ in Hohenberg an der Eger

Im Jahr 1955 hatte der SSBW e. V. die Stauferburg „Burg Hohenberg“ in Hohenberg an der Eger vom Freistaat Bayern pachtweise übernommen. Mit Beginn des Jahres 2007 wurde der Pachtvertrag auf die Stiftung SSBW übertragen. Die Burg Hohenberg dient im Wesentlichen als Jugendherberge, die nach dem Sudeten-deutschen Guido Rotter benannt ist, der in Böhmen und Mähren die ersten Jugendherbergen gegründet hatte. Die Burg eignet sich vor allem als Schullandheim, weil sie aufgrund ihrer Lage und spezifischen Attraktionen eine besondere Anziehungskraft besitzt. Durch eine hervorragende Sanierung des Fürstenhauses durch den Freistaat Bayern wurde dieser Teil der Jugendherberge den aktuellen Anforderungen – insbesondere im Sanitärbereich – angepasst. In der Burg Hohenberg stehen für den Jugendbereich im Fürstenhaus 76 Betten und im einfacher gestalteten Gefängnisturm 37 Betten zur Verfügung.

Im Jahr 1988 wurde die Vorburg ebenfalls vom Eigentümer, dem Freistaat Bayern, mit der Einrichtung von 12 Doppel- und Dreibettzimmern sowie einem Hörsaal tagungsgerecht ausgebaut. Dadurch ist es möglich, die Burg Hohenberg in die allgemeine Bildungs- und Begegnungsarbeit der Stiftung SSBW und der Akademie Mitteleuropa besser einzubeziehen.

Eine wichtige Ergänzung findet die Arbeit auf der Burg Hohenberg durch die im Jahr 1996 erfolgte Gründung einer Ökologischen Bildungsstätte. Durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Burg und den Verantwortlichen der Ökologischen Bildungsstätte – vor allem zum früheren Bürgermeister von Hohenberg und ehemaligen Abgeordneten des Bayerischen Landtags, Albrecht Schläger, der auch Generalsekretär des Sudetendeutschen Rats ist – ergibt sich insbesondere für Schulklassen ein hervorragendes und sich ergänzendes Programmangebot.

Presseerklärung der Stiftung Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk
(Hohenberg, 09. 11. 2014)

Sudetendeutsche ziehen sich aus der Burg Hohenberg zurück

Der Vorstand und der Stiftungsrat der Stiftung Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk (Stiftung SSBW) haben bei ihren Sitzungen am 7. und 8. November 2014 in Hohenberg beschlossen, den Beherbergungsbetrieb auf der Burg am 16. November 2014 einzustellen.

Bereits seit dem Dezember 2012 war die Burg durch die Schließung des Gefängnisturms seitens des Freistaats Bayern für die Tätigkeit der Stiftung SSBW nicht mehr im vollen Umfang zur Verfügung gestanden. Die dadurch entstandene problematische betriebswirtschaftliche Situation hat sich durch die Schließung des Fürstenhauses Anfang September 2014 dramatisch verschlechtert. Aus diesen Gründen wurden seitens des bayerischen Innen-Staatssekretärs Gerhard Eck unter Beteiligung des Landtagsabgeordneten Martin Schöffel in jüngster Zeit intensive Verhandlungen über die Möglichkeiten einer grundlegenden Sanierung mit nutzerspezifischen Ein- und Neubauten in der Burg Hohenberg zwischen den zuständigen Behörden und dem Vorstand der Stiftung SSBW geführt. Dabei wurde deutlich, dass sich der Freistaat Bayern aus haushaltsrechtlichen Gründen nicht in der Lage sieht, dem sudetendeutschen Mieter für eine vorübergehende eingeschränkte und dadurch vollkommen unwirtschaftliche Nutzung der Vorburg sowie der Küche und dem „Stüberl“ im Erdgeschoss des Fürstenhauses als Verlustausgleich einen Betriebskostenzuschuss zu gewähren. Im Hinblick auf die Sanierung des Fürstenhauses hat sich der Freistaat Bayern einerseits zu der Übernahme der baulich notwendigen Maßnahmen, die der statischen Gebäude- und der Verkehrssicherung dienen, bekannt. Andererseits sah es der Freistaat Bayern als unumgänglich an, dass die Stiftung SSBW die Kosten für die – im Hinblick auf einen betriebswirtschaftlich soliden Betrieb der Burg Hohenberg als Bildungs- und Begegnungsstätte mit Jugendherberge notwendigen – Um- und Neubauten von ca. 2 bis 4 Millionen Euro tragen müsse.

Der Vorsitzende der Stiftung SSBW und frühere Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung Günter Reichert (Bad Honnef) und der Geschäftsführer Steffen Hörtler unterstrichen die hohe politische und emotionale Bedeutung des ziemlich genau 60-jährigen Wirkens des sudetendeutschen Sozial- und Bildungswerks in der Burg Hohenberg unmittelbar an der bayerisch-böhmischen Grenze. War die Burg in den ersten Jahrzehnten ein Ort, an dem man sehnsuchtsvoll in die „alte Heimat“ blicken und die heimatlichen Traditionen pflegen konnte, so war sie in dem Vierteljahrhundert nach der Wende ein zentraler Ort der grenzüberschreitenden sudetendeutsch-tschechischen Zusammen- und Bildungsarbeit. Trotz der aus dieser Geschichte abgeleiteten Verpflichtung sah sich die Stiftung SSBW aber aus zwingenden ökonomischen Gründen nicht in der Lage, ein durch die Mängel und Einschränkungen in der Burg Hohenberg hoch defizitäres Unternehmen weiterzuführen und die Belastungen für nutzerspezifische Um- und Neubauten auf sich zu nehmen.

Die Stiftung Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk, so ihr Vorsitzender Reichert, nehme mit tiefer Wehmut Abschied von der Burg Hohenberg, „stolz auf die in diesem Objekt geleistete Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsarbeit, bedrückt von dem Verlust dieses markanten Brückenpfeilers zwischen der alten und der neuen Heimat der aus den böhmischen Ländern vertriebenen Deutschen und ihren tschechischen Nachbarn“.


4. Bildungsarbeit


Die Bildungsarbeit der Stiftung SSBW konzentriert sich zum einen auf die traditionellen Verbände, Vereinigungen oder Arbeitskreise der sudetendeutschen Volksgruppe. Hier stehen die Geschichte, die kulturellen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Leistungen der Deutschen in Böhmen, Mähren und Sudeten-schlesien sowie die zeitgeschichtlichen Belastungen und politischen Entwicklungen zwischen Sudetendeutschen und Tschechen im Mittelpunkt. Dazu gehört nach der politischen Wende in Europa auch vermehrt der Dialog zwischen den heimat-vertriebenen und den in der Tschechischen Republik heimatverbliebenen Sudeten-deutschen sowie zwischen Sudetendeutschen und Tschechen. Gleichzeitig werden die Häuser „Der Heiligenhof“ und „Burg Hohenberg“ als Begegnungsstätten für Treffen und Tagungen der sudetendeutschen Heimatkreise und Heimatlandschaften oder für Zusammenkünfte von sudetendeutschen Großfamilien genutzt. Insgesamt ist allerdings festzustellen, dass aufgrund der demographischen Entwicklung die Besucherzahlen aus dieser Kerngruppe der Sudetendeutschen in den Häusern der Stiftung SSBW in den letzten Jahren deutlich spürbar rückgängig sind.

Durch eine umsichtige Seminarplanung und die enge Kooperation mit der „Akademie Mitteleuropa“ konnten im laufenden Jahrzehnt neue Zielgruppen an die Einrichtungen der Stiftung SSBW herangeführt und zum Teil an sie gebunden werden.

Dies gilt z. B. für die Siebenbürger Sachsen, die – aufgrund der Kontakte des Studienleiters Gustav Binder – zunehmend den Heiligenhof auch als ihre Heimstätte betrachten.

In den Veranstaltungen der „Akademie Mitteleuropa“ treffen zum anderen junge Nachwuchskräfte aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft oder Publizistik aus allen mitteleuropäischen Staaten zusammen, um gemeinsam interessierende Probleme zu erörtern. Einen besonderen Höhepunkt bildeten in den vergangenen zwei Jahren internationale Seminare „Wertorientierung in Politik und Wirtschaft“ (2007) sowie „Russland und Mitteleuropa“ (2008) mit jungen und hoch qualifizierten Teilnehmern aus Russland, Polen, Tschechien, der Slowakei, Rumänien, Ungarn und Deutschland, vereinzelt auch aus Frankreich und der Schweiz. Hierfür konnten völlig neue Finanzierungsquellen von der öffentlichen Hand, bilateralen Organisationen oder Wirtschafts-Stiftungen erschlossen werden.

Seit dem Jahr 2005 findet zudem das jährliche „Heiligenhof-Gespräch“, das von regionalen Einrichtungen und Wirtschaftsbetrieben gefördert wird, eine starke öffentliche Aufmerksamkeit. Referenten waren die Journalisten Karl Peter Schwarz (FAZ, Prag) und Thomas Urban (Süddeutsche Zeitung, Warschau), die Bürgerrechtlerin Freya Klier sowie der ehemalige Beigeordnete Generalsekretär der Vereinten Nationen, General Manfred Eisele.


5. Ausblick für die Stiftung SSBW

Insgesamt kann festgestellt werden, dass die Bildungs- und Begegnungsstätte „Der Heiligenhof“ in Bad Kissingen durch die zeitgemäße Ausstattung, eine professionelle Werbestrategie, ein effizientes Management und eine optimale Betreuung der Gäste hervorragende Perspektiven für die Zukunft bietet. Dies ist vorrangig dem Tatbestand zu verdanken, dass zunehmend die Vermietung von Zimmern und Lehrsälen des Heiligenhofs an fremde Gruppen diese Einrichtung als Heimstätte für die sudetendeutsche Volksgruppe und ihre Organisationen absichert. Größere Investitionen – etwa ein dringend erforderlicher weiterer Lehrsaal – sind allerdings nur mit Hilfe von öffentlichen Förderungen oder Erbschaften möglich.

Seitens des Stiftungsrats wurde dem Vorstand sowie dem Geschäftsführer und dem Bildungsleiter der Stiftung SSBW attestiert, dass sie umsichtig, solide und gleichzeitig zukunftsorientiert vorgehen, um die Stiftung SSBW und ihre Einrichtung, den Heiligenhof, für die sudetendeutsche Volksgruppe zu erhalten.


6. Weiterbestehen des SSBW e. V.

Der Verein „Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk e. V.“, dem ca. 550 Landsleute oder Gliederungen der sudetendeutschen Volksgruppe angehören, besteht weiter. In seinem Namen werden heimatbezogene Werk-, Sing- und Wanderwochen oder Seniorenfreizeiten vor allem für sudetendeutsche Interessenten durchgeführt.

Im Übrigen widmet sich der SSBW e. V. satzungsgemäß dem Ziel, durch seine Mitgliedsbeiträge und die Einwerbung von Spenden die Arbeit der Stiftung SSBW zu unterstützen.

Dem Vorstand des SSBW e. V. gehören an: Rainer Max als Vorsitzender, Hans Knapek und Reinfried Vogler als Stellvertretende Vorsitzende, Peter Sliwka als Schatzmeister und Bernhard Goldhammer als Schriftführer. Außerdem wurden Dr. Horst Kühnel und Iris Wild als Beisitzerinnen berufen.

Weitere Informationen zum SSBW e.V.

 

 

Vorstand und Stiftungsrat
der Stiftung Sudetendeutsches Sozial- und Bildungswerk

Vorstand  
Stiftungsrat
Vorsitzender Dr. Günter Reichert, Präsident a.D. der Bundeszentrale für politische Bildung
Vorsitzender Hans Knapek, Dipl. Kaufmann
Stellv. Vorsitzender Reinfried Vogler, Rechtsanwalt Stellv. Vorsitzender Dr. Horst Kühnel, Direktor a.D. des Hauses des Deutschen Ostens, München
Schatzmeister Peter Sliwka, Steuerberater Mitglieder Kay Blankenburg, Oberbürgermeister der Stadt Bad Kissingen
Dr. Wolfgang Freytag, Ministerialrat, Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Integration, München
Dipl. Volkswirt Peter Hucker, Unternehmensberater
Dr. Ortfried Kotzian, Direktor a.D. des Hauses des Deutschen Ostens, München
Robert Wild, Bankfachwirt
Siegbert Ortmann, Rechtsanwalt und Notar a.D., Sudetendeutsche Landsmannschaft, Bundesverband e.V.
Dipl. Volkswirt Utta Ott, Akademie Mitteleuropa e.V.
Stiftungsdirektor Steffen Hörtler,
Dipl. Sozialpädagoge (FH)
 
Studienleiter Gustav Binder  
     


 

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Satzung & Kontaktdaten

StiftungSSBW--Information-zur-Satzung.pdf

StiftungSSBW--Information-zum-Traeger.pdf

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