Vor 80 Jahren: Exodus der Nordsiebenbürger Sachsen Evakuierung der Nordsiebenbürger Sachsen 1944 und ihre sozialpolitischen und kulturellen Folgen

in Zusammenarbeit mit der Heimatortsgemeinschaft Bistritz-Nösen

Zeitraum: 12.01.2024— 14.01.2024

Kategorie: Bildung Heiligenhof

Veranstaltungsort: Der Heiligenhof - Alte Euerdorfer Str. 1 - D-97688 Bad Kissingen

Veranstaltung für historisch-politisch Interessierte

In dieser Veranstaltung wird einem Jahrestag gedacht: 2024 jährt sich zum 80. Mal die Besetzung Ungarns 1944 durch deutsche Truppen, die Deportation der ungarischen Juden, der Frontwechsel Rumäniens im Zweiten Weltkrieg und damit verbundene Folgewirkungen. Eine dieser Folgewirkungen war die Einnahme Rumäniens durch sowjetische Truppen, wobei es in Nordsiebenbürgen, an der rumänisch-ungarischen Grenze, heftige Kämpfe zwischen deutschen und sowjetischen Einheiten gab. Auf Geheiß der deutschen Wehrmacht wurden daraufhin Anfang September die rund 40.000 Nordsiebenbürger Sachsen gegen Westen evakuiert, wobei ca. 30.000 von ihnen Wien erreichten. Die anderen wurden von der Front eingeholt oder befanden sich bei Kriegsende in der sowjetischen Besatzungszone Österreichs. Die Schicksale waren recht unterschiedlich. In ihrer Heimatregion lebten schon andere Menschen in den Häusern, in Oberösterreich verblieben sie mehr als ein Jahrzehnt in Flüchtlingslagern, erhielten keine Staatsbürgerschaft und lebten in prekären Verhältnissen. In der Bundesrepublik Deutschland Aufgenommene lebten sie vielfach als Bergarbeiter im Ruhrgebiet, erhielten die deutsche Staatsangehörigkeit und partizipierten am Lastenausgleich. Das Land NRW übernahm, auch weil es als Urheimat der Siebenbürger Sachsen gilt, die Patenschaft. In Nordsiebenbürgen verblieben nur wenige dieser Personen, die bis Ende der 1970er Jahre größtenteils in die Bundesrepublik Deutschland auswanderten. Einige wenige Zeitzeugen der Nachkriegsereignisse sind noch am Leben. Diese Flucht besiegelte das Ende einer kleinen Volksgruppe, die auch in der Diaspora bis in die Gegenwart enge Kontakte untereinander gepflegt hat.

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